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Intercamp 2018 in Belgien

Erstellt am 05.06.2018

Über das Pfingstwochenende fand dieses Jahr wieder traditionell das Intercamp statt. Nachdem wir mit unseren Jupfis und Pfadis im vergangenen Jahr nach Warendorf gefahren waren, reisten wir dieses Jahr mit einer Gruppe von 16 Jupfis, 9 Pfadis und 8 LeiterInnen nach Sint Truiden in Belgien. Dort fand das Intercamp auf einem großem Flugplatz statt. Die große Rasenfläche war traditionell in verschiedene Bereiche, die sogenannten „Subcamps“ eingeteilt. So fand auch unsere Gruppe aus Marburg einen Platz im Subcamp 3, in welchen auch Pfadfinder aus Polen, Belgien, Tschechien, Holland, Belgien, USA, Groß Britannien und der Schweiz ihre Zelte aufbauten. Nach dem Aufbauen der Zelte am Freitag Abend, stärkten wir uns noch mit leckeren Hot Dogs, erkundeten den Zeltplatz sowie die nächste Trinkwasserstelle und machten es uns dann relativ früh in unseren Zelten gemütlich, denn am am kommenden Morgen mussten wir leider früh raus.

Um 8:30 erwartete uns am Samstag Morgen bereits die „Opening Ceremony“, bei welcher uns die belgischen Veranstalter herzlich Willkommen hießen und die Flaggen der teilnehmenden Länder gehisst wurden. Zudem hielt die Bürgermeisterin der Stadt eine kurze Ansprache. Danach ging es direkt mit dem Programm weiter. Anhand von bunten Armbändern wurden die Kinder per Zufall in internationale Gruppen mit je 20 anderen Pfadfindern eingeteilt. In diesen Gruppen verbrachten sie den gesamten Tag und gingen auf dem riesigen Zeltplatz umher, auf welchem Spiele zum Thema „Global Goals of Sustainable Development“ angeboten wurden. Beispielsweise eine Partie Fußball bei der jeder Spieler eine besondere Rolle hatte. So spielte z.B. ein Spieler ohne Schuhe, ein anderer kam erst viel zu spät, eine andere stand verzweifelt mitten im Spielfeld rum. Dies wurde anschließend aufgelöst (keine Schuhe- da kein Geld, zu spät - da Verbot der Eltern, verzweifelt- da Flüchtling, der die Sprache nicht versteht) und die Kinder so für Menschenrechte, Ungerechtigkeit und Handycaps sensibilisiert. Als Belohnung für ein abgeschlossenes Spiel erhielt jedes Kind eine bunte Perle, die es sich auf ihr Band auffädeln konnte, sodass am Ende eine bunte kleine Perlenkette entstand.
Der Samstag Abend wurde mit einem Konzert einer Coverband auf der Bühne, welche am Rande des Zeltplatzes aufgebaut war, beendet. Ein weiteres Highlight war eine original belgische Frittenbude, die leckere Pommes, Hamburger und weitere belgische Köstlichkeiten verkaufte.

Am Sonntag Morgen versammelten sich alle Pfadfinder wieder in den internationalen 20er Gruppen im Subcamp. Von dort aus starteten sie den Hike in die Stadt Sint Truiden. Mit einer Karte gewappnet suchten sich die Gruppen ihren Weg zu ihrer ersten Station, bei welcher gemeinnützige Arbeit geleistet wurde. So mistete eine Gruppe einen Stall in einem Tierpark aus, eine andere schrubbte die Sitze des Fußballstadions sauber und wieder eine weitere Gruppe säuberte die Grabsteine auf dem Friedhof. Anschließend gab es eine sonnige Mittagspause in der Innenstadt. Von dort aus traten die Gruppen dann wieder den Rückweg zum Camp an, welches sie dann glücklich und geschafft am Nachmittag erreichten. Den krönenden Abschluss dieses langen Tages brachte das Street-Food-Festival, bei dem jede Gruppe ein leckeres (landestypisches) Gericht zubereitet und am Weg des Zeltplatzes anbot. So entstand ein langes Essensbuffet entlang der Straße, welches keine Wünsche offen ließ und allen beim Probieren neuer Speisen viel Freude bereitete. Anschließend zogen tief dunkle Wolken am Himmel auf - das Signal nochmal die Zelte gut abzuspannen. Kurze Zeit später erreichte uns dann auch ein Sturm mit starken Regenschauern. Doch glücklicherweise sind all unsere Zelte stehen geblieben und wir konnten einen trockenen Unterschlupf in der Ovaljurte finden. Den letzten Abend nutzten die Kinder noch um mit ihren neu gewonnen Freunden zu spielen, Halstücher und Knoten zu tauschen oder um das Konzert zu besuchen.
Am Montag Morgen wurden wir nochmals von einer kleinen Regenschauer geweckt und in der Früh hieß es dann „Zelte abbauen und ab nach Hause“. Tatkräftig halfen alle beim Zelte abbauen und Material zusammen packen und auch unsere Zelte rundherum wurden abgebaut. Nach einer abschließenden Reflexionsrunde kam auch schon unser Bus, der uns wieder nach Marburg brachte. Im Gegensatz zur Hinfahrt waren wir alle nach den drei Tagen sehr geschafft und müde. So konnte man auch den ein oder anderen beim Schlafen entdecken... wovon sie wohl träumten? Vom gemütlichen Bett, was man nun bald wieder hatte? Von der Familie, die man das Wochenende lang nicht gesehen hatte? Oder aber auch von all’ den schönen Erlebnissen beim diesjährigen Intercamp in Belgien.


Text: Ines Kalscheuer

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